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Erster Spatenstich für den geförderten Breitband-Ausbau in Dorsten

Der Ausbau mit schnellem Internet durch Glasfaser-Anschlüsse soll jetzt auch in Dorsten endlich zügig vorangehen. Am 12. April 2019 trafen sich Vertreter von Bund, Land NRW, Kreis Recklinghausen und der Stadt Dorsten mit Verantwortlichen der ausführenden Unternehmen in Dorsten-Hervest an der Halterner Straße (auf Höhe der Straßen Im Harsewinkel und Zechenstraße), um dort gemeinsam den „ersten offiziellen Spatenstich“ für den von Bund und Land geförderten Breitband-Ausbau im „Fördergebiet Nord“ des Kreises Recklinghausen vorzunehmen. Die 10 Städte des Kreises Recklinghausen wurden in zwei Fördergebiete mit je 5 Städten unterteilt. Neben Dorsten gehören Gladbeck, Marl, Haltern am See und Oer-Erkenschwick zum „Fördergebiet Nord“.

„Das ist ein wichtiger Schritt für die Region. 207 Schulen, 1.300 Unternehmen und über 10.000 Privathaushalte werden mit Glasfaser-Anschlüssen versorgt. Für die Wirtschaft ist dieser Ausbau ein wichtiger Standortfaktor. Wir sind Bund und Land sehr dankbar, dass sie die Förderung jeweils zur Hälfte übernommen haben“, machte der stellvertretende Landrat Harald Nübel beim ersten Spatenstich in Dorsten mit Zahlen, die für den gesamten Kreis gelten, deutlich. Bürgermeister Tobias Stockhoff ergänzte: „Wir haben uns in Dorsten früh auf den Weg gemacht, einen zukunftsfähigen Breitband-Ausbau voranzutreiben. Mit dem geförderten Ausbau können nun viele zusätzliche echte Glasfaser-Anschlüsse für Unternehmen, Schulen und Haushalte realisiert werden. Ich freue mich, dass mit dem Förderprogramm in die Zukunft unserer Stadt investiert wird.”

Der Kreis Recklinghausen hatte Anfang 2017 mit allen zehn kreisangehörigen Städten eine Kooperationsvereinbarung zum geförderten Breitband-Ausbau im gesamten Kreisgebiet abgeschlossen. Mit dieser Vereinbarung konnte sich der Kreis um Fördermittel des Bundes sowie des Landes bewerben, um im Kreis Recklinghausen möglichst viele sogenannte „weiße Flecken“ (als solche gelten per Definition des Bundes Adressen mit weniger als 30 Mbit/s Download-Geschwindigkeit) zu beseitigen und mit schnellem Internet zu versorgen. Mitte 2017 hatte der Bund die möglichen 50 % der beantragten Mittel vorläufig bewilligt. Der Antrag des Kreises auf Mitfinanzierung durch das Land NRW in Höhe weiterer 50 % wurde ebenfalls genehmigt. Die nun insgesamt benötigten Finanzmittel in Höhe von 68,35 Millionen Euro wurden Anfang 2019 von Bund und Land NRW endgültig bewilligt.

Im Februar 2019 wurden die Verträge mit den beiden beauftragten Telekommunikationsunternehmen (Deutsche Telekom AG und GELSEN-NET Kommunikationsgesellschaft mbH) unterzeichnet, welche nun die Breitband-Netze für Privathaushalte, Unternehmen und Schulen durchgehend in Glasfaser bis zum Haus- bzw. Wohnungsanschluss ausbauen. Insgesamt sind das weit über 11.000 geförderte Glasfaser-Anschlüsse in den zehn Kreis-Städten. Mit dem durchgängigen Ausbau in Glasfaser werden die Voraussetzungen geschaffen, tatsächlich „echtes Breitband“ anzubieten, da mit diesen neuen Netzen grundsätzlich Datenströme im Gigabit-Bereich möglich sind. In den geförderten Bereichen wird dann für 100 % der Haushalte zuverlässig eine breitbandige Datenübertragungsrate von mindestens 50 MBit/s im Downstream und für 80 % der Haushalte sogar zuverlässig eine Datenübertragungsrate von mindestens 100 MBit/s symmetrisch (also sowohl im Download als auch im Upload) zur Verfügung stehen. Innerhalb der Ausbaugebiete werden an Sonderstandorten wie Schulen sowie für Unternehmen in Gewerbegebieten Übertragungsraten von mindestens 1 GBit/s symmetrisch ermöglicht.

Der „allererste“ Spatenstich des geförderten Breitbandausbaus im gesamten Kreis Recklinghausen erfolgte am 10. April 2019 in Recklinghausen für das „Fördergebiet Süd“. Der vollständige Abschluss dieser Bauarbeiten zum geförderten Breitband-Ausbau sowie die letzte Freischaltung ist für Mitte 2021 geplant. Wegen der vielen möglichen unvorhersehbaren Einflüsse sind konkretere Angaben zu den Fertigstellungen in den einzelnen Ausbau-Teilgebieten bisher nicht möglich. Die ausführenden Unternehmen wollen möglichst flexibel auf die lokalen Gegebenheiten, Wetterbedingungen, Personalverfügbarkeit, noch ausstehende Genehmigungen, etc. reagieren und die Bauarbeiten möglichst verzögerungsfrei jeweils dort fortführen, wo es planerisch am sinnvollsten möglich ist.

Weitere und regelmäßig aktualisierte Informationen zum geförderten Breitband-Ausbau stellt der Kreis Recklinghausen unter folgendem Link zur Verfügung:
www.kreis-re.de/breitband

 

Informations-Quelle: Svenja Küchmeister, Öffentlichkeitsarbeit Kreis Recklinghausen 

Text und Fotos: Gregor Föcker, Redaktion meinDorsten

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