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Bauarbeiten zum Umbau der Dorstener Fußgängerzone laufen nach Plan

Die Bauarbeiten in der Dorstener Innenstadt zum Umbau der Fußgängerzone laufen nach Plan: 

Die Folgen der Corona-Pandemie sind zwar auch im dortigen Bauablauf spürbar, führen jedoch aktuell nicht zu gravierenden Einschränkungen. Die Pflasterarbeiten am Marktplatz sollen in den kommenden beiden Monaten abgeschlossen werden.

Auch den Bauarbeitern bereitet die Betreuung ihrer Kinder nach der Schließung von Kindergärten und Schulen Sorgen. Das ergab eine Abfrage der Stadt bei der Baufirma Benning nach den Risiken durch die Corona-Pandemie für die Baumaßnahme in der Fußgängerzone. So müssen einige wenige Bauarbeiter zeitweise ihre Arbeitszeiten reduzieren, um die Betreuung ihrer Kinder sicherzustellen. Verdachtsfälle oder Infektionen gibt es aber auf der Baustelle bisher nicht. Um diese zu verhindern, werden die üblichen Vorsorgemaßnahmen beherzigt: Soweit es geht, wird auf ausreichend Abstand geachtet. Die Mitarbeiter werden in Kolonnen aufgeteilt, die in unterschiedlichen Schichten tätig sind. Fahrzeuge werden unter den Kolonnen nicht gewechselt.

Auch um den Materialnachschub machen sich die Verantwortlichen aktuell keine Sorgen. Klinker und Natursteine sind auf Lager. Engpässe für Baustoffe sind zurzeit noch nicht erkennbar. Auch die portugiesischen Pflasterarbeiter üben wie gehabt fachkundig ihre Verlegearbeiten auf dem Marktplatz aus.

Einschränkungen gibt es an anderer Stelle. Der Sturz einer Bürgerin im Februar 2019 im Baustellenbereich führte zu einem Urteilsspruch am Dorstener Amtsgericht. Dieses vertrat die Ansicht, dass die beklagte Baufirma ihrer von der Stadt übertragenen Verkehrssicherungspflicht nicht nachgekommen sei. Stein des Anstoßes waren die blauen Teppiche, mit denen die Schotterflächen für die Passanten abgedeckt wurden, um dadurch eine unnötige Verschmutzung der Geschäfte in der Innenstadt während der Baumaßnahme bei vollem Geschäfts- und Kundenbetrieb zu verhindern. Die Teppiche suggerieren nach Ansicht des Gerichts eine Sicherheit für Passanten, die nicht gewährleistet werden könne. Nach dem Richterspruch hat die Baufirma die Teppiche in Abstimmung mit der Stadtverwaltung entfernt.

Gegebenenfalls müssen alternative Maßnahmen zu den Teppichen, die bisher überwiegend zu positiven Rückmeldungen führten, ergriffen werden. Die Stadt will die Situation daher in den nächsten Wochen beobachten und mit den Kaufleuten und übrigen Akteuren erörtern.

Daneben hat das Blinden-Stadtmodell, das der Stadt Dorsten 2017 von den Lions-Clubs Dorsten zu deren 100-jährigem Bestehen geschenkt wurde, nun seinen endgültigen Platz beim Haus Kohle am Marktplatz gefunden. Gepflegt wird das beliebte Stadtmodell von der dort ansässigen Filiale von Brillen Rottler: „Wir freuen uns, dass unser schönes Haus jetzt durch das Blinden-Stadtmodell weiter aufgewertet wird und werden gerne ein Auge darauf haben. Eine Pflegepatenschaft dafür zu übernehmen, ist für uns eine Selbstverständlichkeit“ sagt Claus Bischoff, Filialleiter von Brillen Rottler.

Das Citymanagement im Stadtteilbüro ist für Fragen und Anliegen zur Umgestaltung der Fußgängerzone ansprechbar unter 02362 2140541.

Die Umgestaltung der Fußgängerzone wird mit Mitteln der Europäischen Union, des Bundes, des Landes NRW und der Stadt Dorsten finanziert.


Entscheidung zur Zukunft des Tisa-Brunnens im Sommer: 

Auch die Pflasterarbeiten auf dem Marktplatz schreiten zügig voran: Bis zum Osterwochenende wird bereits über die Hälfte der Fläche mit dem neuen Pflaster fertiggestellt sein. Dabei wird der Bereich des Tisa-Brunnens zunächst ebenfalls überpflastert. Dies bedeutet in der laufenden und bisher keineswegs abgeschlossenen Diskussion über die Zukunft dieses Kunstwerks jedoch keine Vorentscheidung.

Nachdem Anfang des Jahres zunächst die von der Ursulinin Tisa von der Schulenburg künstlerisch gestalteten Reliefplatten abgenommen und gesichert worden sind, musste im März auch der Tragkörper abgebrochen werden. Nach Abnahme der Reliefs stellte sich heraus, dass dieser nach über 60 Jahren vollkommen marode ist und in jedem Fall erneuert werden muss.

Für eine spätere Rekonstruktion des Brunnens – der an dieser Stelle eine Pferdetränke vor einer Poststation symbolisiert – wurde der Standort exakt vermessen, zudem hat die Stadt Steinproben und Fliesen aus dem Wasserbecken gesichert. Die unterirdische Brunnenkammer wurde mit leichtem Material gefüllt, vorsorglich wurden Leerrohre gelegt. Die Voraussetzungen für eine Wiedererrichtung und Inbetriebnahme des Brunnens am bisherigen Standort sind damit geschaffen.

Das neue Pflaster wird nun den gesamten Marktplatz zieren und den Brunnenstandort nicht aussparen. Dies hat sowohl logistische als auch wirtschaftliche Vorteile: Die Fläche kann bis zu einer Entscheidung genutzt werden. Stadtbaurat Holger Lohse betont ausdrücklich, dass dies kein Hindernis sei, den Tisa-Brunnen an der gleichen Stelle wieder zu errichten: „Die kleine Pflasterfläche kann ohne Probleme wieder aufgenommen werden.“

Stadtbaurat Lohse hatte den Standort des Brunnens, ebenso wie die alleinige Präsentation der Reliefplatten zur Stadtgeschichte vor einigen Wochen zur Diskussion gestellt und damit eine lebhafte Debatte ausgelöst. Viele Hinweise und Meinungsäußerungen sind bereits unter der E-Mail-Adresse baudezernat@dorsten.de in der Stadtverwaltung eingegangen. Ende Mai wird dazu auch der Beirat für Kunst im öffentlichen Raum tagen. Danach, so der Stadtbaurat, wird man alle Eingaben prüfen und unter Berücksichtigung der Hinweise aus dem Beirat gemeinsam mit der Politik und den „Brunnen-Kümmerern“ eine Entscheidung treffen, wo und in welcher Form der Tisa-Brunnen erhalten bleibt.

 

14. Sonder-Newsletter „Baustellen-Nachrichten“ erschienen: 

Die Modernisierung der Dorstener Innenstadt ist eines der größten und wichtigsten Projekte innerhalb des Stadterneuerungsprogramms „Wir machen Mitte“. Dazu ist nun der 14. Sonder-Newsletter „Baustellen-Nachrichten“ erschienen mit vielen Informationen zum Fortschritt der Bauarbeiten.

Da eine derart komplexe Baustelle „lebt“, sich ständig verändert und auch Zeitpläne sich aufgrund vieler Umstände verschieben können, gibt das Stadtteilbüro seit Februar 2019 monatlich die „Baustellen-Nachrichten“ als Sonder-Newsletter heraus. Er enthält jeweils einen aktuellen Plan für die Arbeiten der nächsten vier Wochen, berichtet über begleitende Aktionen und Termine.

Wer bei der Modernisierung der Innenstadt jederzeit aktuell informiert sein möchte, kann den Newsletter bestellen mit einer kurzen Mail an citymanagement@wirmachenmitte.de

Der Newsletter kann außerdem nachgelesen werden im Internet auf der Seite www.wirmachenmitte.de sowie auf Facebook/wirmachenmitte.

Hier finden Sie den aktuellen 14. Sonder-Newsletter der „Baustellen-Nachrichten“ (Ausgabe April 2020) als PDF-Datei:

https://eservice2.gkd-re.de/selfdbinter120/DokumentServlet?dokumentenname=336-4308fieldDokument.pdf

 

Die beiden Bilder zeigen den Stand der Pflasterarbeiten auf dem Dorstener Marktplatz sowie die Umgestaltung der Fußgängerzone im Bereich der Recklinghäuser Straße. (Fotos: Stadt Dorsten) 

 

Quellen: Pressemitteilungen Stadt Dorsten 

https://www.dorsten.de/aktuelles.asp?form=detail&db=336&id=4316

https://www.dorsten.de/aktuelles.asp?form=detail&db=336&id=4323

https://www.dorsten.de/aktuelles.asp?form=detail&db=336&id=4308

 

 

Näheres zu den Fortschritten der Bauarbeiten in der Dorstener Innenstadt erfahren Sie außerdem hier:

 

 

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Gregor Föcker, Redaktion meinDorsten, 07.04.2020 

 

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