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„Rap in der Box“ mit Danny Fresh – Berufsorientierung mit Beats und Bass

Jugendberufshilfe der Stadt Dorsten enagiert sich mit Workshop am Paul-Spiegel-Berufskolleg

In der letzten Woche haben sich Schülerinnen und Schüler des Paul-Spiegel-Berufskollegs in Kooperation mit der Jugendberufshilfe der Stadt Dorsten am Mikrofon versucht. Das spannende Motto des dreitägigen Workshops, bei dem mit Hilfe von Profi-Rapper Danny Fresh ein eigener Song entstanden ist, lautete: „Rap in der Box – Berufsorientierung mit Beats und Bass.“

Über das Medium Musik sollten sich die Jugendlichen ganz anders mit der eigenen Biographie und Zukunft auseinandersetzen. So sollten sie positive Rückmeldung erfahren, ihre persönlichen Grenzen sollten erweitert und verdeckte Talente gehoben werden. Bis die Jugendlichen, die sich derzeit in der Ausbildungsvorbereitung befinden, aber tatsächlich mit dem eigenen Song am Mikrofon standen, war es ein spannender Weg.

Nach einer Einführung in Rhythmus und Takt wurde natürlich über Sprache diskutiert. „Was ist der Unterschied zwischen einer WhatApp-Nachricht und einer Bewerbung?“ fragte der Rapper und „wie würde der Personaler in einem Bewerbungsgespräch reagieren, wenn ihr mit ihm sprechen würdet, wie ihr WhatsApp-Nachrichten schreibt?!“ Darüber wurde lebhaft diskutiert.

Bei der gemeinsamen Themenfindung zum Liedtext wurde schnell deutlich, wie sehr die Jugendlichen sich mit ihrer Zukunft, aber auch ihrer Perspektivlosigkeit auseinandersetzen. Manche Teilnehmer brachten sogar ihre Erfahrungen als Flüchtling in den Text ein.

„Es war natürlich ein couragiertes Ziel, in drei Tagen einen eigenen Song auf zu nehmen, aber Danny Fresh hat die Jugendlichen auf seine ganz eigene Art motiviert und angesprochen. Das kam sehr gut an“, berichtet Martina Lissner von der Jugendberufshilfe.

Ein Teilnehmer sagt: „Wir haben uns etwas getraut, was wir noch nie gemacht haben,“ Ein anderer ergänzte: „Eigentlich wollte ich nicht kommen, hatte gedacht, der ist bestimmt total langweilig. Aber der Danny ist cool, er versteht uns!“  Auch Herr Krieg, Lehrer am Paul-Spiegel-Berufskolleg, war sehr angetan dem ungewöhnlichen Workshop: „Ich bin begeistert, wie viel aus den drei Tagen geworden ist. Drei richtig gute Tage und ich freue mich schon aufs nächste Mal!“

Martina Lissners Fazit lautet: „Mich hat die Kreativität der Leute beeindruckt. Ich habe heute einen Satz gehört: `Wir alle haben Augen, aber jeder hat einen eigenen Blick´. Solche Dinge, die da entstanden sind, sind super. So etwas erlebt man im normalen Schulalltag in der Regel nicht.“

Auch Julia Masuhr, die neue Sozialarbeiterin im Team des Paul-Spiegel-Berufskolleg und ehemalige Schülerin der Schule war begeistert: „Es waren mega coole drei Tage! Es hat richtig Spaß gemacht!“

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