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Corona: Krisenstab der Stadt Dorsten spricht dringende Empfehlungen aus

Aufgrund steigender Fallzahlen wird zur Vorsicht geraten. Aktuell sind 20 Dorstener infiziert

„Zeig Anstand – halt Abstand“ ist seit März das Motto der Dorstener Bürgerinnen und Bürger im Kampf gegen das Corona-Virus. Dass dieser Kampf leider noch nicht gewonnen ist, zeigt die Anzahl der Personen, die in Dorsten derzeit mit dem Corona-Virus infiziert sind: Aktuell sind in Dorsten 20 akut Infizierte. Der Inzidenz-Wert in Dorsten liegt am 8. Oktober 2020 bei 20,1.

Bürgermeister Tobias Stockhoff bittet die Dorstenerinnen und Dorstener erneut eindringlich, der Pandemie mit Verstand und Solidarität zu begegnen. „Die allermeisten Bürgerinnen und Bürger halten sich verantwortungsvoll an die Corona-Regeln. Sie haben ein feines Gespür für die Situation und schützen somit sich und ihre Mitmenschen vor einer Infektion. Wir dürfen jetzt aber auf keinen Fall nachlassen. Daher gilt auch weiterhin: Anstand zeigen, Abstand halten“, sagt er.

Ein Blick in die Nachbarschaft ist ausreichend, um zu wissen, dass der Corona-Inzidenzwert schnell in den kritischen Bereich steigen kann, der weitere drastische Einschränkungen und Verbote zur Folge haben kann. In Gladbeck liegt der Wert Stand am heutigen Donnerstag bei 87,2, in Waltrop bei 61,3 und in Recklinghausen bei 52,6. „Das müssen wir in Dorsten mit aller Macht verhindern“, sagt Nina Laubenthal, die Leiterin des Stabs für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) der Stadt Dorsten, der heute wieder zusammengekommen ist, um wichtige Vorkehrungen und Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus zu treffen.

Der SAE, auch Krisenstab genannt, spricht die dringende Empfehlung aus, private Feiern unter Berücksichtigung der geltenden Vorschriften tatsächlich nur dann zu veranstalten, wenn ein absolut herausragender Anlass gegeben ist – etwa eine Hochzeit, eine Taufe oder ein besonderer runder Geburtstag. „Private Feiern hatten zuletzt einen erheblichen Einfluss auf das Infektionsgeschehen. Daher bitten wir, sehr genau zu überlegen, ob eine private Feier derzeit wirklich notwendig und zeitlich nicht zu verschieben ist“, sagt Nina Laubenthal.

Außerdem bittet der Krisenstab, unbedingt darauf acht zu geben, sich nur in kleineren Personengruppen aufzuhalten. Die Coronaschutzverordnung regelt, dass sich Gruppen mit bis zu zehn Personen im Freien treffen dürfen. „Auch hier sprechen wir mit Blick auf die erhöhten Fallzahlen die dringende Empfehlung aus, in privaten und öffentlichen Bereichen auf nicht notwendige Zusammenkünfte zu verzichten“, sagt die Krisenstabsleiterin.

Besucherinnen und Besuchern der Dorstener Innenstadt empfiehlt der Krisenstab an den Markttagen montags, donnerstags und samstags grundsätzlich eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. An diesen Tagen kommen erfahrungsgemäß mehr Personen als an den anderen Tagen. An den Ständen des Wochenmarkts ist das Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung bereits vorgeschrieben.

Auch Sportvereine hatten zuletzt häufig Einfluss auf das Infektionsgeschehen. Der Krisenstab weist daher noch einmal darauf hin, dass sich Sportlerinnen und Sportlern nicht nur auf dem Spielfeld an Regeln zu halten haben. Auch die umfangreichen Regeln zu Hygiene und zum Infektionsschutz sind zwingend einzuhalten. Ansonsten droht der erneute Abpfiff. Nina Laubenthal: „Damit Sport in Vereinen auf Dauer weiterhin ausgeübt werden kann, dürfen die Infektionszahlen in Dorsten nicht wieder ansteigen. Dazu bedarf es auch der Weitsicht und Mithilfe der Vereine und der Sportler.“

Nina Laubenthal hofft, dass der Corona-Inzidenzwert zumindest in Dorsten die kritische Marke von 35 nicht überschreiten wird. „Das kann uns gelingen, wenn es in der Bürgerschaft weiterhin eine hohe Akzeptanz für die Strategie der Krisenbewältigung gibt und wir unsere Gesundheit nicht leichtfertig aufs Spiel setzen“, sagt die Krisenstabsleiterin und stellt klar: „Es kommt auf jeden einzelnen von uns an!“

Hinweis: Land und Bund haben festgelegt, dass in kreisfreien Städten und Kreisen lokale Maßnahmen getroffen werden müssen, sobald ein Grenzwert von 35 bzw. 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten ist. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl im Kreis Recklinghausen dürfen sich innerhalb einer Woche im Kreisgebiet maximal 215 bzw. 308 Personen neu mit dem Corona-Virus infizieren. Innerhalb der letzten sieben Tage gab es im Kreis 245 Neuinfektionen. Das entspricht einer Inzidenz von 39,8. (Stand 8. Oktober). Die durch die Coronaschutzverordnung vorgesehenen Abstimmungen sind noch nicht abgeschlossen.

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