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Gespräch zur Energiekrise

Geschäftsführung der Dorstener Drahtwerke im Dialog mit Bürgermeister Stockhoff.
Ideen aus dem Gespräch werden an Bundes- und Landespolitik übermittelt.

Die Dorstener Drahtwerke sehen in der aktuellen Energiekrise eine Gefahr für die Industrie im Allgemeinen und die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Stahlverarbeitung im Besonderen, und haben sich deshalb an die Politik gewendet. Verfügbarkeit von Gas und Strom zu bezahlbaren Preisen sind Voraussetzung für die Existenz von modernen Produktionsbetrieben und allgemeinem gesellschaftlichen Wohlstand.

Angesichts der Herausforderungen durch die aktuelle Energiekrise hatten die Geschäftsführer der Dorstener Drahtwerke, Volker und Rüdiger Tüshaus, der kaufmännische Leiter Ulrich Winter, sowie der Betriebsratsvorsitzender Markus Kaczmarczyk, Bürgermeister Tobias Stockhoff und WINDOR-Geschäftsführer Markus Funk zu einem Gespräch eingeladen, um zu beraten, ob und wie die Stadt die Unternehmen unterstützen kann.

Im Gespräch warben die Geschäftsführer des Traditionsunternehmen für gesamtgesellschaftliche und aufeinander abgestimmte Anstrengungen aller Ebenen. Während die Städte mit Bürgerschaft und Wirtschaft eher mittel- bis langfristige Perspektiven entwickeln kann, wie Ausbau von Flächen-PV- und Windkraft-Anlagen zur nachhaltigen Energiesicherung, stehen Landes- und Bundespolitik eher bei den kurz- und mittelfristigen Maßnahmen in der Pflicht:

Sehr hilfreich für die Wirtschaft wären u. a.

  • die Verlängerung des zeitlich befristeten Zuschusses für Unternehmen mit hohen Zusatzkosten aufgrund gestiegener Erdgas- und Strompreise über den 30.09.2022 hinaus.
  • Einfache Investitionsförderprogramme, um Energie einzusparen, Energiediversifizierung und die Energieproduktion zu fördern, (z. B. im Vergleich mit anderen europäischen Ländern mit einer pauschalen 40 %-Lösung).
  • Entkoppelung von Strom- und Gaspreis (Merit-Order).
  • Überarbeitung der Strompreisbildung.
  • Strom- bzw. Gaspreisobergrenze und deren einfache Umsetzung.

Im Gespräch waren sich Geschäftsführung der Dorstener Drahtwerke, Bürgermeister Stockhoff und Markus Funk aber auch einig, dass die in Teilen destruktive und von Angst und Sorgen geprägte Diskussion unserer Gesellschaft und dem Standort Deutschland nicht guttut, sondern Motivation und Zuversicht zerstört. Beides ist und bleibt aber notwendig, um im Wettbewerb bestehen zu können.

In diesem Sinne haben die Dorstener Drahtwerke schon aus Gründen der wirtschaftlichen und ökologischen Nachhaltigkeit frühzeitig einige Maßnahmen auf den Weg gebracht:

Mit einer großen Photovoltaik-Anlage kann das Unternehmen am Nachbarstandort Marl an guten Sonnentagen 50 % des eigenen Strombedarfs selber herstellen. Weitere Umstellungen und Modernisierungen haben bereits zu Energieeinsparungen geführt oder sind noch in der Umsetzung.

Die Gedanken aus diesem und vielen weiteren Gesprächen zum Thema wird Bürgermeister Stockhoff nun an Wirtschaftsminister Robert Habeck, die örtlichen Abgeordneten und weitere Politiker übermitteln.

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