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Forder-Förder-Projekt in der BiBi am See begeistert mit kreativer Vernissage

Dorsten Artikel-Bild

Musik komponieren, einen Roman schreiben, ein Escape-Game entwickeln oder wissenschaftliche Fragen erforschen: bei der Vernissage des Forder-Förder-Projekts (FFP) in der BiBi am See wurde eindrucksvoll sichtbar, wie viel Kreativität, Ausdauer und Begeisterung in den Projekten der Gesamtschule Wulfen steckt. Die Teilnehmer präsentierten ihre Arbeiten vor Eltern, Lehrern und Gästen und machten deutlich, dass Lernen weit mehr bedeutet als das Erreichen eines fertigen Ergebnisses.

„Das Forder-Förder-Projekt zeigt, wie Schule junge Menschen dabei unterstützt, ihre individuellen Stärken zu entdecken und Verantwortung für den eigenen Lernprozess zu übernehmen. Wer sich ein ganzes Jahr intensiv mit einem selbst gewählten Thema beschäftigt, entwickelt nicht nur Fachwissen, sondern auch Selbstvertrauen, Ausdauer und Präsentationskompetenz. Genau diese Fähigkeiten sind für den weiteren Lebensweg von großer Bedeutung“, betonte Schulleiter Hermann Twittenhoff. Charmant und souverän führten Charlotte Brune-Urban und Pauline Stewing als Moderatorinnen durch das abwechslungsreiche Programm. Den musikalischen Auftakt gestaltete Till Sobbe mit einem selbst komponierten Stück für Querflöte. Anschließend entführte Miina Heydenbreck das Publikum in ihren selbst geschriebenen Jugendroman „Die Abenteuer von Finn“, der inzwischen bereits rund 170 handgeschriebene Seiten umfasst. Nick Philippi erklärte die Lebensweise von Dachsen, während Milla Bahde zeigte, wie aus einem Fohlen Schritt für Schritt ein Reitpferd wird.

Auch an den zahlreichen Projektständen wurde deutlich, mit welchem Engagement die Teilnehmer ihre Themen verfolgt hatten. Charlotte Brune-Urban setzte sich mit den Gefahren und Sicherheitsaspekten der Spieleplattform Roblox auseinander. Lille Heydenbreck entwickelte das Brettspiel „Kampf der Armeen“, Lea Plumpe gestaltete ein Märchen-Escape-Game und Sophia Steinrötter verband in ihrem Projekt „Die drei Fragezeichen und Chemie – Wunderwelt der Rubine“ spannende Detektivgeschichten mit naturwissen­schaftlichen Experimenten. Hendrik Sondermann erklärte in einem selbst produzierten Erklärfilm nach dem Vorbild der „Sendung mit der Maus“, wie Spinat auf unsere Teller gelangt. Damien Gorol präsentierte den Aufbau eines PCs, während Loreley Hummel die Ergebnisse einer Umfrage zur Bundeswehr vorstellte und sich mit den psychosozialen Anforderungen des Soldatenberufs beschäftigte.

Im zweiten Teil der Veranstaltung stellte Sophia Steinrötter ihre Forschung zu Rubinen ausführlicher vor. Johanna Pauline Stewing erklärte anschaulich die Herstellung von Zucker und dessen Wirkung auf den menschlichen Körper. Dana Komorowski begeisterte stellvertretend für die Kopfrechen-AG mit einer eindrucksvollen Demonstration ihrer außergewöhnlichen Rechenfähigkeiten. Sarah Feldmann beleuchtete den Einfluss von Medien auf Jugendliche, Lotta Kölnberger berichtete über Islandpferde zwischen Gletschern und Vulkanen, Otto Meyer widerlegte populäre Alien-Theorien zum Bau der Pyramiden und Nora Kassenböhmer erklärte die Wirkung von Musik aus neurowissenschaftlicher Sicht.

Beeindruckend war dabei nicht nur die Vielfalt der Themen, sondern vor allem die Entwicklung, die die Teilnehmer während des Projektjahres durchlaufen hatten. Viele lernten, vor Publikum frei zu sprechen, konstruktive Kritik anzunehmen, Rückschläge zu überwinden und ihre Ideen immer wieder weiterzuentwickeln.

„Im Forder-Förder-Projekt steht nicht das perfekte Endprodukt im Mittelpunkt. Entscheidend ist der Weg dorthin. Unsere Teilnehmer lernen, eigenständig zu arbeiten, Probleme zu lösen, Rückmeldungen anzunehmen und an ihren Herausforderungen zu wachsen. Es ist jedes Jahr beeindruckend zu erleben, wie viel persönliches Potenzial dabei sichtbar wird“, erklärte eine der betreuenden Lehrerinnen Dr. Katlen Schwane.

Die Vernissage machte deutlich, dass Lernen weit über den Unterricht hinausgeht. Aus Ideen wurden eigenständige Projekte, aus Neugier entstand Wissen und aus Herausforderungen persönliches Wachstum. So wurde der Abend zu einer eindrucksvollen Präsentation dessen, was modernes Lernen leisten kann.

Ein besonderer Dank galt dem Team der BiBi am See für die Unterstützung, den Hausmeistern für Aufbau und Technik, Ulla Fröhling aus der Druckerei für Poster, Programme und Urkunden, der EF und Q1 für die Bewirtung sowie der Kopfrechen-AG für ihre tatkräftige Mithilfe.

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