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Ehrenamtliches Engagement gegen Corona: Selbstgenähte Mund-Nase-Tücher

 

Engagement gegen die Corona-Ausbreitung:

Bürgermeister Tobias Stockhoff ermuntert Ehrenamtliche, Mund-Nase-Tücher zu nähen

 

Etliche Bürgerinnen und Bürger haben der Stadt Dorsten das Angebot gemacht, Mund-Nase-Tücher zu nähen. Im Kampf gegen die zu schnelle Ausbreitung des Corona-Virus können diese Mund-Nase-Tücher gute Dienste leisten. Bürgermeister Tobias Stockhoff ermuntert darum alle in Handarbeit talentierten Mitmenschen ausdrücklich, die Nähmaschinen glühen zu lassen.

Für die Verwendung gibt es mehrere Möglichkeiten. Da mittlerweile nicht nur „Profis“ in Gesundheitsberufen und Rettungsdienste diese Tücher tragen, könnten selbst genähte Exemplare an Freunde, Verwandte oder Nachbarn verteilt werden. „Vielleicht einfach mit einem Ausdruck einer Wasch- und Pflegeanleitung und einem netten Gruß in den Briefkasten werfen: Das wäre ein tolles Zeichen der Solidarität im gemeinsamen Kampf gegen Corona“, so Bürgermeister Stockhoff.


Wer die Tücher ausdrücklich Profis zukommen lassen möchte, hat dazu im Stadtgebiet zwei Abgabe-Möglichkeiten:

Am Atlantis-Freizeitbad (für das Stadtgebiet Süd) sowie

an der ehemaligen Laurentiusschule, Schulstraße in Lembeck (für das Stadtgebiet Nord)

wird die Dorstener Arbeit bis Dienstag zwei Altkleider-Container aufstellen, die als Annahmen für selbst genähte Mund-Nase-Tücher gekennzeichnet sind. Die Ergebnisse der Handarbeiten bitte in eine Tüte verpackt an diesen beiden Standorten einwerfen, gerne mit einem Hinweis, von wem diese Tücher stammen.

Die Logistiker des Dorstener Corona-Krisenstabes werden die Container regelmäßig leeren, die Mund-Nase-Tücher hygienegerecht waschen, in ihren Bestand übernehmen und für eine bedarfsgerechte Verteilung sorgen.

 

Bürgermeister Stockhoff: „Bei allen Maßnahmen ist es unser oberstes Ziel, die außergewöhnlich schnelle Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen – damit diejenigen von unserem Gesundheitssystem gut versorgt werden können, die bei einer Infektion schwere Symptome entwickeln. Ein Problem dabei ist, dass manche Infizierte bis zu zwei Wochen ohne Symptome bleiben, die Erkrankung also unwissentlich streuen können. Wer ein Mund-Nasen-Tuch trägt, kann damit verhindern, dass er andere ansteckt, solange er selbst noch nichts von seiner Infektion weiß.

 

 

Die Feuerwehr der Stadt Essen hat eine sehr gute Näh- sowie Wasch- und Pflegeanleitung für die Herstellung von Mund-Nase-Tüchern erarbeitet, die unter dem folgenden Link zu finden ist:

https://media.essen.de/media/wwwessende/aemter/0115_1/pressereferat/Mund-Nasen-Schutz__Naehanleitung_2020_Feuerwehr_Essen.pdf


Für die Verwendung der Mund-Nase-Tücher ist es wichtig, folgendes zu beachten:

Der Stoff ist kein „Viren-Filter“.

Die Mund-Nase-Tücher schützen nicht den Träger vor Ansteckung, sondern sein Gegenüber.

Wer sie benutzt, sollte sich gut über Wirkung, Anwendung und Pflege informieren (z.B. auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts).

Die Benutzung erfolgt immer auf eigene Gefahr.

In einem Artikel der Deutschen Presse-Agentur (dpa) wird die Wirkung gut erklärt:

Erreger wie etwa Grippeviren oder Coronaviren werden durch Tröpfchen übertragen. Die werden beim Husten, Niesen und auch Sprechen in die Umgebung geschleudert. Ein Mundschutz kann einen Teil dieser Tröpfchen abfangen und verhindert so die Ausbreitung. Aus diesem Grund tragen vor allem Erkrankte einen Mundschutz. Draußen ist ein Mundschutz normalerweise nicht nötig. Weil aber viele Infizierte anfangs gar nicht merken, dass sie das Virus bereits haben und verbreiten, ist es zurzeit sinnvoll, auch draußen einen Mundschutz zu tragen. Fachleute warnen zugleich davor, sich mit Mundschutz zu sicher zu fühlen. Die grundlegenden Regeln zum Infektionsschutz wie Abstand halten und regelmäßig Händewaschen dürfen nicht vernachlässigt werden.

 

Ergänzung und Abänderung der Pressemitteilung vom 30.03.2020:

Selbst genähte Masken dürfen nicht als „Schutz“ bezeichnet werden. 

Zu unserer Mitteilung über die Fertigung von selbst genähten Mund-Nase-Masken eine Ergänzung: Der Fernsehsender n-tv hat berichtet, dass Abmahnanwälte sich offenbar die Bezeichnung „Mund-Nase-Schutz“ (MNS) vorgenommen haben:

Der Begriff „Schutz“ sei demnach eine Widmung, die Medizinprodukten vorbehalten sei, also Masken, die klinisch bewertet wurden und eine CE-Kennzeichnung tragen. Das ist bei selbstgenähten Stoffmasken natürlich nicht so. Die Bezeichnung als „Schutz“ begründe Verstöße gegen die produktspezifischen Kennzeichnungspflichten nach dem Medizinproduktegesetz (MPG) und gegen das Irreführungsverbot nach Paragraf 4 Absatz 2 des MPG, wird Rechtsanwalt Phil Salewski zitiert. Die Folge könnten nicht nur wettbewerbsrechtliche Abmahnungen, sondern auch Straf- und Bußgeldverfahren sein. Der Anwalt rät Schneidern daher, bei der Bezeichnung der Masken auf den Begriff „Schutz” zu verzichten. Unproblematisch seien Begriffe wie Mundbedeckung, Mund- und Nasen-Maske oder Behelfsmaske.

Den vollständigen n-tv-Bericht finden Sie hier: https://www.n-tv.de/ratgeber/Masken-Schneidern-drohen-Abmahnungen-article21682706.html?fbclid=IwAR1ZFz3pOeSr3FnPUE3spM4D17KXQm-jBr1p9u5Rcy1rPNt1UJhYdUk-iwM

 


Quelle: Pressemitteilung Stadt Dorsten 

https://www.dorsten.de/aktuelles.asp?form=detail&db=336&id=4304

 

 

Mund-Nase-Schutz-Tücher (MNS) – nähen aktuell viele Menschen in unserer Stadt. Wir haben zwei offizielle…

Gepostet von Tobias Stockhoff am Montag, 30. März 2020

 

 

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Gregor Föcker, Redaktion meinDorsten, 30.03.2020 (Update vom 01.04.2020) 

 

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