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Mit den Möglichkeiten eines Brauthauses durch die Krise

Der schönste Tag im Leben einer Frau, für viele auch heute noch der eigene Hochzeitstag. 2020 hat Corona wohl einigen Dorstener Paaren einen Strich durch diese Rechnung gemacht. Auf Grund aktueller Bestimmungen sind Trauungen nur noch in den kleinsten Kreisen erlaubt. Zeitweise durfte sogar ausschließlich das Brautpaar beim Standesamt anwesend sein. Dies hatte zur Folge, dass viele Termine verschoben oder ganz abgesagt wurden.

Traurig für das Brautpaar, finanziell schwierig natürlich für die vielen Unternehmen die Ihr Geld Rund um das Thema Heiraten verdienen. Wie z.B. auch das Brauthaus Tausendschön in Wulfen. Um Ihre Schneiderinnen aber auch in der Zeit des Betriebsschlusses beschäftigen und bezahlen zu können, hatte Frau Wüst-Lämmermann spontan die Idee Masken zu fertigen und anzubieten. Obwohl es offiziell noch gar keine Maskenpflicht gab, war die Nachfrage aber direkt vorhanden. Über Social Media angeboten meldeten sich zu Beginn vor allem Kunden die bewusst bestellten, um dem Unternehmen zu helfen. Später kamen auch größere Aufträge z.B. für Pflegeheime hinzu so dass es zeitweise eine 2-wöchige Wartefrist gab. Diesem lobenswerten, unternehmerischen Denken geschuldet, blieb den Schneiderinnen vom Brauthaus Tausendschön nicht nur die Kurzarbeit erspart, im Gegenteil, sie hatten durchgängig gut zu tun.

Für die ersten Masken wurden übrigens vorhandene Stoffreste verwertet. Mit steigender Nachfrage mussten aber auch gezielt Stoffe für die Maskenherstellung eingekauft werden. Gepaart mit den Bezugsschwierigkeiten von Drähten und Gummis musste Frau Wüst-Lämmermann zwischenzeitlich auch die Preise pro Maske erhöhen. Dafür bekommt der Kunde aber auch die Möglichkeit individuelle Wünsche erfüllt zu bekommen. Derzeit sitzt Sie an der Umsetzung für einen ACDC-Fan. Generell seien aber wohl neben schlichten schwarzen, vor allem auch Einhorn-Masken der absolute Renner. Der Mundschutz ist mittlerweile zum modischen Accessoire geworden, welcher farblich abgestimmt zur Garderobe getragen wird.

Frau Wüst-Lämmermann mit Ihren Masken (Quelle: www.dorsten-online.de )

 

Zwischenzeitlich ist auch das normale Brautmoden Geschäft wieder angelaufen. Die Paare denen die große Feier wichtig ist, haben Ihre Termine natürlich verschoben. Andere haben die „Auszeit“ aber wohl genutzt um sich wieder auf sich selbst und die Zweisamkeit zu besinnen und heiraten trotzdem wie geplant, ganz in Weiß, notfalls halt auch zu Zweit. Das Hochzeitsfoto vom Schönsten Tag im Leben bleibt eben auch nach der Corona Krise für die Ewigkeit. Und wie Frau Wüst-Lämmermann so schön sagte, ist es doch eine tolle Geschichte die man später seinen Kindern und Enkeln erzählen kann.

Bei dem Thema greift die Geschäftsfrau auch schon wieder Voraus und wirbt bereits fleißig mit Brautkleidern für schwangere Bräute. Hier vermutet Sie in Zukunft eine erhöhte Nachfrage.  Die Redaktion von „meinDorsten“ ist gespannt ob Sie auch hier wieder ein gutes Gespür hatte und wünscht Ihr weiterhin alles Gute.

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