Erneut vier schwere Fälle von illegaler Müllentsorgung in 48 Stunden: „BigPacks“ mit Glaswolle und Eternit-Platten im Wald abgeladen. Spezialfirma mit Abfuhr beauftragt.
Erneut gab es schwere Fälle von illegaler Müllentsorgung in Dorstener Außenbereichen: Nachdem vor einer Woche eine große Wagenladung gemischter Bauschutt und Eternitplatten an der Straße „Am Steinwerk“ in Holsterhausen abgekippt wurde, muss die Stadt nun an zwei Stellen erneut Eternit-Platten sowie an zwei Fundorten große Mengen Glaswolle abholen lassen. Für zielführende Hinweise auf die Täter setzt der Kommunale Servicebetrieb Dorsten (KSD) jeweils 1000 Euro Belohnung aus.
Die Glaswolle wurde in der Nacht auf Montag verpackt in insgesamt 14 so genannten „BigPacks“ an einem von der Straße Hellweg abzweigenden Stichweg in der Orthöve in Hervest sowie an der Bramskuhle westlich der Autobahn A31 im Emmelkamp in Holsterhausen abgeladen. Ein Team des KSD hat die Großbeutel unmittelbar am Montag verladen und eine fachgerechte Entsorgung organisiert.
Zwei Ladungen mit Eternit-Platten wurden dann in der darauffolgenden Nacht auf Dienstag abgeladen an einem Stichweg der Hasselbecke zwischen Stadtgärtnerei und Segelflughafen (sieben BigPacks) sowie erneut an der Bramskuhle in Holsterhausen (zwanzig Beutel) – hier genau an der Stelle, an der tags zuvor noch die Glaswolle gefunden wurde.
Die Beutel mit den Eternit-Bruchstücken waren nur teilweise gefüllt, vermutlich, damit sie noch „von Hand“ auf- und wieder abgeladen werden konnten. Bei diesem Material handelt es sich teilweise um gewellte Dachplatten als auch um glatte Fassadenverkleidungen mit Holzresten. Die BigPacks stammten unter anderem von den Marken „Würth“ und „Greif“, viele augenscheinlich unbenutzt. Die Stadt Dorsten bittet alle Hausbesitzer, die derzeit ein Gebäude sanieren, an- oder umbauen, sich von beauftragten Firmen insbesondere die Entsorgungsnachweise für problematische Abfälle wie Eternit oder Glaswolle zeigen zu lassen.
Die Stadt Dorsten wird bei der Polizei Anzeige erstatten. Für Hinweise, die zur Ermittlung der Verursacher dieser illegalen Entsorgungen führen, setzt der KSD jeweils 1000 Euro Belohnung aus. Hinweise bitte per E-Mail an info.ksd@dorsten.de oder pressestelle@dorsten.de.
Illegal Müll in die Landschaft zu kippen, ist aus mehreren Gründen ärgerlich: Neben dem Schaden für Natur und Umwelt stehen die Kosten für die Allgemeinheit meist in keinem Verhältnis zu den Kosten für eine reguläre Entsorgung.
Dabei ist legale Müllentsorgung eigentlich ganz einfach:
- Für fast alle Abfallarten, Sperrmüll und Elektrogeräte bietet der Wertstoffhof des Kommunalen Servicebetriebes komfortable Abgabemöglichkeiten mit bürgerfreundlichen Öffnungszeiten und geringen Gebühren. Vieles kann hier kostenlos entsorgt werden. Weitere Infos im Internet auf der Seite dorsten.de/ksd.
- Grünabfälle können Sie in Dorsten an mehreren Standorten kostenlos abgeben:
- Hervest, Wertstoffhof An der Wienbecke 15 Mo – Fr 8.00 – 17.45 Uhr, Sa 8.00 – 13.45 Uhr
- Wulfen, Fa. Humbert Wienbachstraße 14-23 Mo – Fr 7.30 – 15.00 Uhr, Sa 7.30 – 12.30 Uhr
- Feldmark, Stadtgärtnerei Hasselbecke Mo – Fr 8.00 – 14.00 Uhr
- Lembeck, Parkplatz Sportanlage Fr, Sa und Mo 8.00 – 13.00 Uhr
- Rhade, Gemener Straße Nähe Bahnhof Mo – Fr 8.00 – 17.45 Uhr, Sa 8.00 – 13.45 Uhr
- Hardt, Parkplatz Rückseite SV Dorsten-Hardt Sa 8.00 – 13.00 Uhr
- Sperrmüll und Elektrogroßgeräte holt die Stadt kostenlos bei Ihnen ab. Ein Termin im Jahr ist kostenlos. Terminvereinbarungen sind online möglich oder telefonisch unter den Rufnummer 02362 / 66 56 12 oder 66 56 13.













