Überspringen zu Hauptinhalt

Digitale Kompetenz für Fachwirte und Meister

InnoVET-Projekt „Zert-Ex“ der IHK geht in Praxisphase

Mit 24 angehenden Industriemeistern und Wirtschaftsfachwirten ist bei der IHK Nord Westfalen der erste Lehrgang für die neuen „Zertifikatsergänzten Exzellenzabschlüsse“ (Zert-Ex) gestartet. Mit dabei: Maximilian Wittek aus Haltern am See.

In 80 Unterrichtsstunden erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nun „das grundlegende Rüstzeug, um die Digitalisierung der Wirtschaft auch in kleinen und mittelgroßen Betrieben voranzutreiben“, so Ulli Schmäing, Leiter der IHK-Weiterbildung. Denn auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der mittleren Führungsebene, die zumeist Absolventen der höheren Berufsbildung seien, komme es bei der Umsetzung digitaler Produktions- und Geschäftsprozesse an.

Mit dem Lehrgang beginnt die Praxisphase des Projekts, mit dem die IHK Nord Westfalen beim Innovationswettbewerb InnoVET erfolgreich war. Die „Zertifikatsergänzten Exzellenzabschlüsse“ (Zert-Ex) wurden bei dem Wettbewerb als eines von nur 17 Projekten aus bundesweit 176 Anträgen ausgewählt. Aufgrund der damit einhergehenden Förderung durch das Bundesbildungsministerium ist die Teilnahme während der nun noch dreijährigen Projektlaufzeit kostenlos.

Bei dem Projekt arbeitet die IHK Nord Westfalen mit der Westfälischen Hochschule, der Handelshochschule Leipzig und der DIHK-Bildungs-gGmbH zusammen. Übergeordnetes bildungspolitisches Ziel des Projektes ist es, am Beispiel der Integration von digitalen Kompetenzen einen grundlegenden Weg aufzuzeigen, wie die Inhalte der höheren Berufsbildung im Zusammenspiel mit Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden schneller aktualisiert und angepasst werden können.

Dazu wird der aktuelle Lehrgang „Zert-Ex“ mit den bereits laufenden Lehrgängen zum/zur „Gepr. Industriemeister/in Metall (IHK)“ und zum/zur „Gepr. Wirtschaftsfachwirt/in (IHK)“ verzahnt. „Das ermöglicht den Teilnehmenden, ihren Abschluss aufzuwerten und zur Exzellenz zu führen“, betont Schmäing. Dahinter stehe die Strategie, die sowohl die EU als auch die Bundesregierung verfolgten, talentierte Fachkräfte in der höheren Berufsbildung zu fördern und so exzellente Leistungen zu ermöglichen.

IHK-Projektreferentin Katharina Schilling unterstreicht den Anspruch anhand des Curriculums: „Die Teilnehmenden lernen grundlegend, wie sie der rasant steigenden Komplexität der Arbeitswelt, die vor allem durch Digitalisierung, Globalisierung und Klimawandel geprägt ist, erfolgreich begegnen.“ Klassische Managementmethoden seien da nicht mehr ausreichend.

Konkret erwerben Zert-Ex-Teilnehmende zum Beispiel das Wissen, um Daten kritisch zu analysieren und für Datensicherheit im Betrieb zu sorgen. Dazu erproben sie den Einsatz Künstlicher Intelligenz, den 3D-Druck und setzen kreative Methoden zur Ideenfindung und zur kundenzentrierten Produktentwicklung ein. „So werden sie zu Innovationstreibern im Unternehmen“, ist Schilling überzeugt. Obwohl der Lehrgang mit seinen 80 Unterrichtsstunden für die Teilnehmenden neben dem Beruf und dem umfangreichen Prüfungslehrgang eine zusätzliche Arbeitsbelastung darstelle, hätten sich die meisten Teilnehmenden der Lehrgänge Industriemeister und Wirtschaftsfachwirt entschieden, diese Zusatzqualifikation zu erwerben.

Informationen für Unternehmen und Teilnehmende

IHK Nord Westfalen, Katharina Schilling, Tel. 0251 707-331, oder im Internet: www.ihk-nw.de, Nr. 5139350

Foto: Kompetenzen für die Arbeitswelt von morgen erwerben die Teilnehmenden im ersten „Zert-Ex-Lehrgang“, so wie der angehende Industriemeister Maximilian Wittek aus Haltern (rechts) mit IHK-Weiterbildungsleiter Ulli Schmäing sowie Projektreferentin Katharina Schilling.

Diesen Beitrag teilen mit:

An den Anfang scrollen
X
X