Skip to content

20 Jahre „Sag JA zu Dorsten“

Dorsten Artikel-Bild

Der Verein „Sag JA zu Dorsten“ lud am Samstag, 14. März 2026 um 18 Uhr ein zur großen Jubiläumsfeier im Restaurant Maas-Timpert, an der Bochumer Str. 162 in Dorsten.

Was vor 20 Jahren begann ist heute ein lebendiges Netzwerk engagierter Unternehmerinnen und Unternehmer. Seit zwei Jahrzehnten bündelt der Verein die Stimmen der lokalen Wirtschaft und wurde so zu einem starken Bindeglied zwischen Unternehmern und Bürgerschaft. Zahlreiche Projekte wurden umgesetzt, viele Gelegenheiten der Vernetzung geschaffen.

Bei vollem Haus Maas-Timpert erlebten die Gäste einen feierlichen Abend mit vielen bekannten Gesichtern, guten Gesprächen und inspirierendem Austausch.

jubilaeum
Vereinsvorstand Ludwig Minnebusch und Klaus Schmitz begrüßen 10 neue Unternehmer als Mitglieder des Vereins.
Alfred Sartory Gruender
Alfred Sartory, Gründer des Vereins „Sag JA zu Dorsten“

Alfred Sartory, Gründer des Vereins „Sag JA zu Dorsten“, lässt 20 Jahre des Vereins Revue passieren und motiviert Vorstand und Mitglieder, auch für die Zukunft den Geist von „Sag JA zu Dorsten“ und die Zielsetzung aufrechtzuerhalten – gerade in Zeiten von Digitalisierung, Fachkräftemangel, wirtschaftlichem Wandel im Thema rundum KI, und nicht zu vergessen die irrationalen Kriegstreiberei in nah und fern –, macht ein Zusammenhalt der Unternehmen unabdingbar.

Nachfolgend der Text der Eröffnungsrede:

Liebe Mitglieder, liebe Freunde, sehr geehrter Herr Vorsitzender, lieber Klaus,

zunächst einmal: Danke.

Danke für die freundlichen Worte (Einleitung) – und danke für die Einladung, heute hier sprechen zu dürfen. Es ist für mich als Gründer des Vereins nicht selbstverständlich, nach 20 Jahren noch einmal hier zu stehen – und es erfüllt mich ehrlich gesagt auch mit ein wenig Stolz.

Als wir damals begonnen haben, gab es kein fertiges Drehbuch. Es gab keine Garantie für den Erfolg. Es gab nur eine Überzeugung:

Dass unsere Stadt es wert ist.
Und dass es Menschen braucht, die nicht nur darüber reden – sondern handeln.

Bereits einige Jahre vor der Vereinsgründung hatte der damaligen Bürgermeister Lambert Lütgenhorst einen Stadtmarketing Prozess angestoßen.

Ende der 90iger Jahre, eine Zeit des Umbruchs. Der Strukturwandel war deutlich zu spüren. Wie viele Städte des Ruhrgebietes, stand auch Dorsten vor großen Herausforderungen.

Die Fragen lagen auf dem Tisch:

Wie stärken wir unsere heimische Wirtschaft?
Welche Fördergelder stehen zur Verfügung und vor allem, wie bekommen wir diese nach Dorsten.
Wie machen wir Dorsten attraktiver und liebenswerter? Wie steigern wir den Wohnwert?
Wie handeln wir gemeinschaftlich?

Ich durfte diesen Prozess als Stadtmarketing Beauftragter begleiten.

Die Herausforderungen waren real.

Und die entscheidende Frage danach lautete:

Warten wir ab – oder gestalten wir selbst?

Ich habe mich dann nach dem Stadtmarketing Prozess entschieden, nicht zu warten.

In den Gespräche bereits in 2003 mit Kaufleuten, mit Unternehmern, mit Verantwortlichen. Mit Bürgern und Vereinsvorsitzenden, habe ich eins immer wieder gespürt:

Da war Bereitschaft. Da war Energie. Da war der Wunsch, gemeinsam etwas zu bewegen. So habe ich auch Raimund Enning, den damaliger Vorsitzenden des Sportvereins SV Hardt kennengelernt.

Udo Sender vom Hagebaumarkt hat mir damals Bernd Petersen vom Nachbarunternehmen Poco als aktiven Geschäftsführer benannt.  Alle mit denen ich gesprochen habe, waren sofort bereit gemeinsam mit mir Aktivitäten für unsere Stadt zu entwickeln. Sie waren bereit Zeit zu investieren, Ideen einzubringen und an der Gründung eines Vereins mitzuwirken.

Bewusst wurde so der Name gewählt:

„Sag Ja! zu Dorsten“

Da war der Wunsch etwas zu bewegen.

Aus diesem Geist heraus ist dann der Unternehmerverein „Sag JA zu Dorsten“ entstanden. Die notarielle Eintragung ist dann am 3. Januar 2006 erfolgt. Die ersten Aktivitäten erfolgten schon unmittelbar nach den ersten Kennenlerngesprächen.

Zu den weiteren Gründungsmitgliedern gehörten Elmar Figgener, Klemens Ossenkamp, Andreas Hahn,

Ulrich Neugebauer (Gf Köpper) und Alfred Woltsche.

Schnell waren wir eine kleine Gruppe in der wir uns austauschen konnten.

Aber auch Unternehmen wie Zweirad Experte Klaus Schmitz, Ulla Busch, Informatik Belecke, Heinz Hartmann GmbH, Heribert Köpper GmbH,  Architekturbüro Thieken und viele mehr brachten sich ein um in der Gemeinschaft mitzuwirken. Sehr schnell waren wir damals 70 bis 75 aktive Mitglieder.

Dank gilt ganz besonders der Dorstener Zeitung vertreten durch Christoph Wink, sie hat einen großen Teil zur Förderung der Gemeinschaft beigetragen. Für Verein und Unternehmerschaft ist Öffentlichkeitsarbeit unabdingbar.

Danke dafürEuch allen, auch wenn ich nicht mehr alle Namen auf dem Schirm habe, vielen Dank, danke für euern Einsatz.  

Der Name „Sag JA zu Dorsten“ wurde einheitlich mehrfach diskutiert und als Zukunftsorientierung festgelegt.

Nicht: Vielleicht.
Nicht es könnte mal
oder
Nicht: Wenn es gerade passt.

Nein. Ein klares „Ja“

Ein klares „Ja“ zum Handeln für unsere Stadt

Ein „Ja“ zu dieser Stadt.
Ein „Ja“ zur Verantwortung.
Ein „Ja“ für die Zukunft.

Als wir beschlossen haben den Verein zu gründen, wussten wir nicht, wohin die Reise genau gehen würde. Aber wir wussten, warum wir starten.

Wir wollten verbinden.
Wir wollten motivieren.
Und wir wollten ein Zeichen setzen.

Ein Zeichen dafür, dass Unternehmertum mehr ist als wirtschaftlicher Erfolg. Dass Unternehmertum auch Verantwortung bedeutet – für den Standort, für die Gemeinschaft, für die nächste Generation.

Ein erstes Event im Januar 2005„Hilfe aus Dorsten“, startete unmittelbar in Dorsten Ost auf dem Parkplatz Poco. Umliegende Unternehmen wie Hagebaumarkt Sender, Poco und unzählige Unternehmer haben dieses

an einem Wochenende tatkräftig unterstützt. Das Ergebnis war ein nicht ganz unerheblicher Betrag in Höhe von 10250,-€. Damit hatten wir in kürzester Zeit 10 Prozent der Gesamtkosten zum Bau einer Schule im Hochwassergebiet auf Sri Lanka zusammengetragen.

Dieses Geld wurde dann unmittelbar an die ABC Gesellschaft mit Sitz in Essen an den Vorsitzenden Franz Josef Kuhn übergeben.

Eine nächste größere Aktion des Vereins von 2007 bis 2011 war „kein Kind ohne Mahlzeit“. Hier war es federführend Alfred Woltsche, Partner der Steuerberatung Ripa & Woltsche,  der in Kooperation mit der Stadt, mit den beiden führenden Banken, Volksbank und Sparkasse alles möglich gemacht hat. Mit über 100 Ts. € Spendenbilanz, eingebracht durch Unternehmer und Dorstener Bürger, konnten 400 Ts.€ NRW Fördermittel nach Dorsten geholt werden und es wurde Realität, „in Dorsten kein Kind ohne Mahlzeit“.

Leider haben uns Alfred Woltsche und auch Ulrich Neugebauer, zwei Aktive des Vorstands viel zu früh verlassen.  Wir werden Euch immer in Erinnerung behalten.

Für Aufschwung und mehr Bekanntheitsgrad von Handwerksbetrieben und allen Unternehmen aus dem Bereich Immobilien hat die über mehrere Jahre statt gefundenen Immobilienmesse DO IT gesorgt. Schon die erste Veranstaltung hatte mehr als 2700 Besucher. Ob auf dem Zechengelände oder in der Eishalle. Andreas Schade und seine Frau Gudrun als Mitglieder des Vorstandes haben hier Akzente gesetzt. Auch hier gilt den Beiden, wie auch den schon genannten Banken, wie allen aktiven Unterstützern mein aufrichtiger Dank.

Gern erinnere ich mich aus Vorstandssicht an gemeinsame Sitzungen mit einzelnen städtischen Abteilungen. Sei es das Bau- und Ordnungsamt oder auch die Wirtschaftsförderung. Diese Gespräche haben immer dazu geführt, dass mache Unstimmigkeit zwischen den Ämtern und den Unternehmern schon im Keim erstickt wurden. Absprachen, vor allem Ideenaustausch mit der Wirtschaftsförderung war an der Tagesordnung. Das Motto war Dialog statt Distanz. Ideenaustausch. Miteinander und nicht gegeneinander.

Es waren damals für alle Beteiligten informative und immer lösungsorientierte Gespräche.

Hier gilt mein Dank den derzeit Verantwortlichen, dass solche Gespräche überhaupt möglich waren.

Dorstener Besentage. Auch eine Initiative die gemeinsam mit den Verantwortlichen des Bauhofs entwickelt wurde. Eine Initiative, die noch heute aktiv betrieben und umgesetzt wird.

Wenn ich heute hier in diesen Raum schaue und sehe, was aus vielen Ideen geworden ist, dann kann ich nur sagen: Es hat sich gelohnt.

20 Jahre.
20 Jahre Engagement.
20 Jahre Ideen.
20 Jahre Menschen, die „Ja“ zu Dorsten gesagt haben.

Und eines ist mir heute besonders wichtig zu betonen:

Ein Verein ist nie der Gründer allein. Ein Verein ist immer die Gemeinschaft.

Jeder Einzelne von Ihnen hat dazu beigetragen, dass diese Idee auch heute noch lebt.
Darauf können Sie stolz sein.
Den Aktiven von Ihnen ist es zu verdanken, dass es den Verein heute in einer solchen Stärke gibt. Gerade in jüngster Zeit hat sich viel getan. Zusammenschluss mit der DIA. Dorstener Interessengemeinschaft Altstadt.

Ein zwischenzeitlich gemeinschaftlicher Auftritt mit über 50 Vereine zum Lichterfest in Dorstens guter Stube, macht bereits seit 2006 von sich Reden. Immer wieder ein tolle Veranstaltung.

Die Aktion Stammtisch um sich vorzustellen, um neue Unternehmen kennen zu lernen, um sich mit neuen und angeschlossenen Unternehmern auszutauschen, hat sich bestens bewährt. Es ist erschreckend wie wenig von den ca. 2000 Dorstener Unternehmern sich persönlich kennen.

Seminare und Informationsabende. Impulse, Netzwerke, neue Verbindungen. Genau das macht diesen Verein aus.

Erinnert Euch an Aktionen wie Girl,s Day oder auch Jugend in Arbeit.

Mein Dank dafür geht an die Vorstände mit ihren Beisitzern, den Mitgliedern die Zeit und Aufwand betrieben haben, dass alles aufrecht zu erhalten. Bleiben Sie so wie Sie sind.

Schon in der Anfangszeit meiner unternehmerischen Tätigkeit, hat mir Host Fett, einer meiner Mentoren erklärt: Es gibt es nur 2 Kategorien Menschen.  Unternehmer/ Unternehmerinnen und Unterlasser.

Was anderes gibt es nicht. Ich musste lange darüber nachdenken und Ihm letztlich zustimmen.

„Sag JA zu Dorsten“ hat sich zu einer Unternehmer Gemeinschaft entwickelt. Gleichgültig ob selbstständig oder Angestellter. Ob Bürger, Beamter oder Rentner. Bewahren Sie weiterhin diesen Geist und sagen Sag „ja“ zu unserer wunderschönen Stadt Dorsten.

Das ist Unternehmergeist.

Das ist Verantwortung
Das ist „Sag JA zu Dorsten“.
Danke dafür.

Aber – und das ist ebenso wichtig:

Ein Jubiläum ist nicht nur ein Blick zurück.
Es ist auch ein Moment, um nach vorn zu schauen.
Die Welt verändert sich heute schneller als damals. Die Herausforderungen für Städte und Unternehmen sind größer geworden.
Digitalisierung, Fachkräftemangel, wirtschaftlicher Wandel, aktuell das Thema rund um KI, nicht zu vergessen die irrationale Kriegstreiberei in Nah und Fern.

All  das fordert uns heraus. Das fordert gemeinschaftliches Handeln.

Aber Eines ist gleich geblieben:

Städte brauchen Menschen, Menschen die sich kümmern.

Die nicht fragen: „Wer macht es?“
Sondern die sagen: „Wir machen es.“

Und genau darin liegt Ihre Aufgabe für die Zukunft.

Bewahren Sie diesen Geist.

Bleiben Sie neugierig.
Bleiben Sie engagiert.
Bleiben Sie mutig.

Bleiben Sie eine aktive Gemeinschaft. Sie sind in Dorsten die, die etwas unternehmen.

Und vor allem: Sagen Sie weiterhin „Ja“.

Denn solange es Menschen gibt, die ja dazu sagen, wird Dorsten mehr sein als nur ein Ort auf der Landkarte.

Ja, zu neuen Ideen.
Ja, zur Zusammenarbeit.
Ja, zu Dorsten.

Ich persönlich bin dankbar, ein Teil dieser Geschichte gewesen zu sein.

Und ich bin zuversichtlich, dass die besten Kapitel noch vor Ihnen liegen.

In diesem Sinne wünsche ich dem Verein weiterhin Erfolg, Zusammenhalt und die Kraft, auch in Zukunft viel zu bewegen.

Herzlichen Glückwunsch zu 20 Jahren „Sag JA zu Dorsten“.

Vielen Dank.

Ihr
Alfred Sartory

An den Anfang scrollen
X
X