Q2-Schüler überzeugen mit Fachwissen und rhetorischem Know-how
Mit viel Engagement, klugen Argumenten und spürbarer Begeisterung für gesellschaftliche Themen haben Schülerinnen und Schüler der Q2 der Gesamtschule Wulfen kürzlich ihr Können in einem Debattierwettbewerb unter Beweis gestellt. Unter der Leitung der Deutschlehrerin Sonja Hermes-Zafati diskutierten sie aktuelle Fragestellungen und zeigten eindrucksvoll, wie lebendig, respektvoll und fundiert Meinungsbildung in der Schule sein kann. Der Wettbewerb bot den Jugendlichen eine wertvolle Plattform, um ihre rhetorischen Fähigkeiten zu schärfen, unterschiedliche Standpunkte fair auszutauschen und gemeinsam an überzeugenden Argumenten zu arbeiten.
Schulleiter Hermann Twittenhoff unterstrich die Bedeutung der Veranstaltung: „Gerade in einer Zeit, in der demokratische Werte nicht mehr selbstverständlich sind, ist es unsere Aufgabe als Schule, junge Menschen dazu zu befähigen, ihre Meinung sachlich, respektvoll und fundiert zu vertreten. Der heutige Debattierwettbewerb zeigt eindrucksvoll, wie gut unsere Schüler dazu bereits in der Lage sind.“
Es fanden zwei moderierte Debatten entlang einer Positionslinie statt, auf der sich die Schüler bewegen konnten, um ihre Zustimmung oder Ablehnung im Hinblick auf themenspezifische Entscheidungsfragen zu stellen. Eine übergeordnete Fragestellung war dieses Mal: Sollen im Schulsystem mehr Fächer etabliert werden, die lebenspraktische Bezüge beinhalten? Eine weitere Frage lautete: Sollen Kinder und Jugendliche in Schulen genderneutral erzogen werden?
Bewertet wurden die Debatten von einer Jury aus Schülern der Q2 sowie Lehrkräften. Sie achteten besonders auf Kriterien wie Argumentationsstruktur, Überzeugungskraft und Zusammenarbeit innerhalb der Teams. Die Jury zeigte sich beeindruckt vom hohen Niveau der Debatten und dem respektvollen Umgang der Teilnehmenden miteinander.
Neben den beiden großen Debatten gab es auch eine interessante Präsentation zur Frage, warum eine gesunde Debattenkultur insbesondere in Zeiten fragiler Demokratien besonders relevant ist und wo die Unterschiede zu Diskussionen liegen. Zudem gab es ein unterhaltsames und lehrreiches Rollenspiel, in dem die Unterschiede zwischen einer hitzigen Diskussion und einer geordneten Debatte verdeutlicht wurden. Auch das Publikum wurde mit einbezogen, indem zu bestimmten Fragen ein Stimmungsbild eingeholt wurde und man sich zu Wort melden konnte.
Die Projektkursleiterin Sonja Hermes-Zafati äußerte sich sehr zufrieden: „Ich bin beeindruckt, wie engagiert und gut vorbereitet die Schüler in die Debatten gegangen sind. Solche Veranstaltungen fördern nicht nur die Rhetorik, sondern auch das kritische Denken und den Blick auf gesellschaftliche Fragestellungen. Wir alle konnten heute neue Perspektiven gewinnen.“
Der Debattierwettbewerb war insgesamt ein voller Erfolg und das große Finale eines Projektkurses, in dem die Schüler nach und nach ihre Debattierfähigkeiten ausbauen konnten. Er machte auch deutlich, wie wichtig es ist, jungen Menschen Raum für Austausch und sachlich fundierte Meinungsbildung zu geben. In besonderer Weise greift der Debattierwettbewerb die Schulprogrammarbeit der Gesamtschule Wulfen im Rahmen der Demokratieförderung auf.







