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Drohnenaufnahme von Dorsten

Leistung der Unternehmen soll sich lohnen

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IHK-Chef sieht Vorstoß zu höherer Erbschaftsteuer kritisch

Die IHK Nord Westfalen sieht die aktuelle Forderung des Münsteraner CDU-Bundestagsabgeordneten Stefan Nacke nach einer höheren Erbschaftsteuer kritisch. Nacke begründet seinen Vorstoß mit dem Leitsatz „Leistung muss mehr zählen als Herkunft“ und fordert eine stärkere Besteuerung großer Vermögensübertragungen.

„Leistung muss sich für Unternehmen auch über Generationen hinweg lohnen“, betont Dr. Fritz Jaeckel, Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen. Gerade Familienunternehmen seien Ausdruck von Leistung, Verantwortung und langfristigem Unternehmertum. Was über Jahrzehnte aufgebaut wurde, dürfe durch zusätzliche steuerliche Belastungen bei der Unternehmensnachfolge nicht gefährdet werden.

„Viele Familienunternehmen haben ihr Vermögen nicht geerbt, sondern über Generationen hinweg erwirtschaftet, investiert und immer wieder Risiken übernommen. Diese unternehmerische Leistung ist das Rückgrat unserer Wirtschaft und sichert Arbeitsplätze vor Ort“, erklärt Jaeckel.

Die IHK warnt davor, die Erbschaftsteuerdebatte vor allem unter Verteilungsgesichtspunkten zu führen. Anders als privates Vermögen sei Betriebsvermögen häufig im Unternehmen gebunden. Zusätzliche Steuerlasten könnten Investitionen erschweren, Liquidität binden und die Fortführung von Unternehmen gefährden. Die Unternehmen müssen fortgeführt und damit Arbeitsplätze erhalten werden. Die Verschonung sei daher keine steuerliche Begünstigung ohne Gegenleistung, sondern diene dem Erhalt von Betrieben, Beschäftigung und Wertschöpfung in Deutschland und damit den Zielen der sozialen Marktwirtschaft.

„Wer über Leistungsgerechtigkeit spricht, darf die Leistung von Unternehmerfamilien nicht ausblenden“, warnt Jaeckel. Eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge sichere Zukunft, Ausbildung und Arbeitsplätze. Deshalb gilt für Jaeckel aus Sicht der Wirtschaft: „Leistung muss Zukunft schaffen können – auch von Generation zu Generation.“

Die IHK Nord Westfalen fordert daher, die bestehenden Verschonungsregelungen für Betriebsvermögen beizubehalten und Unternehmensnachfolgen nicht durch zusätzliche steuerliche Belastungen zu erschweren. Gerade in Zeiten schwacher Konjunktur und großer Transformationsaufgaben brauche die Wirtschaft Investitionskraft und Planungssicherheit statt neuer Unsicherheiten.

Bild:

Dr. Fritz Jaeckel, Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen.

Foto: Mensing/IHK Nord Westfalen

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