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Digitale Welten im Fokus: Projektwoche an der GSW

Dorsten Artikel-Bild

Eine Woche lang stand die Gesamtschule Wulfen ganz im Zeichen der digitalen Lebenswelt. Von den ersten Erfahrungen mit Smartphone und Apps bis hin zur kritischen Auseinandersetzung mit Fake News und digitaler Gesundheit beschäftigten sich die Schüler intensiv mit Chancen und Risiken moderner Medien. Schulleiter Hermann Twittenhoff unterstrich bereits im Vorfeld die Bedeutung: „Digitale Medien sind fester Bestandteil der Lebenswelt unserer Schüler. Umso wichtiger ist es, ihnen Orientierung zu geben. Die Projektwoche leistet hierzu einen entscheidenden Beitrag, indem sie nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch zur kritischen Reflexion und zu einem verantwortungsvollen Umgang anregt.“

Die Grundlage für die Projektwoche wurde zu Beginn des Jahres gelegt. Angesichts der wachsenden Bedeutung digitaler Medien im Alltag entstand eine Medien­präventionsgruppe, initiiert von der didaktischen Leiterin Susanne Öngören, der Digitalisierungsbeauftragten Dr. Katlen Schwane und dem Medienpädagogen Martin Reuer. Gemeinsam mit der Projektwochen-AG entwickelte sich schnell die Idee, das Thema in den Mittelpunkt der diesjährigen Projektwoche zu stellen. „Entstanden ist ein vielfältiges Wochenprogramm, das zu einem achtsamen Umgang mit digitalen Medien anregt und auch Wege aufzeigt, wie das gelingen kann“, erklärte Susanne Öngören.

Die Inhalte waren auf die jeweiligen Jahrgänge abgestimmt. In den Klassen 5 und 6 ging es vor allem um erste Reflexionen der eigenen Mediennutzung. Die Schüler analysierten ihre Bildschirmzeiten, tauschten sich über Lieblings-Apps aus und beschäftigten sich mit sicherer Kommunikation, etwa bei Messengerdiensten. Spielerische Zugänge, Bewegungsspiele und kreative Präsentationen sorgten für abwechslungsreiche Lernformate.

In den Jahrgängen 7 und 8 rückten Themen wie digitale Identität, Social Media und Cybermobbing in den Mittelpunkt. Die Schüler hinterfragten idealisierte Darstellungen im Netz, reflektierten eigenes Online-Verhalten und entwickelten Strategien für einen respektvollen Umgang miteinander. Auch kreative Elemente wie Videoproduktion gehörten zum Programm.

Der Jahrgang 9 setzte sich intensiv mit Fragen der digitalen Verantwortung auseinander. Neben der Analyse eigener Nutzungsgewohnheiten standen Themen wie Datenschutz, Fake News und Sicherheit im Netz im Fokus. Kreative Projekte wie Fotostorys zum Thema Cybermobbing verdeutlichten Handlungsmög­lichkeiten im Alltag.

Im Jahrgang 10 wurde das Internet zunehmend als Rechtsraum betrachtet. Die Schüler beschäftigten sich mit rechtlichen Aspekten wie Cybermobbing und Cyberstalking und schlüpften in Projekten wie „Young Crime: Urteil im Klassenzimmer“ selbst in die Rolle von Richtern. Gleichzeitig wurden Themen wie Mediensucht und Zeitmanagement praxisnah aufgearbeitet.

In der Oberstufe schließlich ging es um eine vertiefte Reflexion der digitalen Lebenswelt. Besonders eindrucksvoll war das freiwillige Digital-Detox-Projekt, bei dem Schüler mehrere Tage bewusst auf ihr Smartphone verzichteten. Ergänzend analysierten sie die Auswirkungen von Social Media, Algorithmen und Künstlicher Intelligenz auf Meinungsbildung und Selbstbild. In kreativen Projekten entstanden unter anderem Podcasts zu Themen wie Gaming, Deep Fakes und Cybermobbing.

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