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30 Jahre Springturnier Gahlen –Ein Kribbeln in der Luft und Top-Sport in der Halle

Dorsten Artikel-Bild

Tradition trifft Moderne: Zum 30. Mal jährt sich das Springturnier des Reitvereins Lippe-Bruch Gahlen zum Jahresauftakt. Mit Prüfungen bis zur Klasse S***, starken Starterfeldern und einer einzigartigen Atmosphäre hat sich Gahlen einen Namen gemacht – als Turnier, das sportliche Qualität und echte Nähe lebt.

Heute steht das Springturnier des Reitvereins Lippe-Bruch Gahlen für eine besondere Mischung aus Nähe, Professionalität und Gemeinschaft. Von Beginn an als Turnier „für Reiter“ gedacht, hat sich Gahlen über drei Jahrzehnte hinweg zu einem festen Treffpunkt des nationalen Springsports entwickelt, ohne dabei seinen familiären Charakter zu verlieren. „Die Reiter genießen die Stimmung hier in Gahlen. Ich glaube einfach, dass das familiäre Ambiente in Kombination mit dem Profi-Sport unser Turnier ausmacht“, sagt Christiane Rittmann, erste Vorsitzende des Reitvereins.

Getragen wird das Turnier bis heute von einem starken ehrenamtlichen Engagement. Rund 100 Helferinnen und Helfer sind Jahr für Jahr mit großer Leidenschaft im Einsatz – in der Küche, im Parcours, beim Waffelbacken oder auch als Parkplatzeinweiser. „Das Herz der Veranstaltung sind unsere ehrenamtlichen Helfer. Sie stehen für eine gelebte Gemeinschaft“, betont Rittmann. Auch die Reitanlage selbst trägt zur besonderen Atmosphäre bei – sie wird von den Vereinsmitgliedern gehegt und gepflegt und bietet Pferden wie Reitern sehr gute Bedingungen.

Die Kontinuität des Turniers zeigt sich zudem in der langjährigen Verbundenheit mit den Partnern. „Viele unserer Sponsoren sind schon sehr lange dabei. Die Sparkasse Vest ist seit dem ersten Turnier an unserer Seite – das ist nicht selbstverständlich“, unterstreicht die Vorsitzende. So präsentiert sich Gahlen heute als modernes, nationales Springturnier mit Prüfungen bis zur Klasse S***.

Für Springreiter Markus Renzel (RV Marl) gehört das Turnier in Gahlen seit Jahrzehnten fest zum Jahresauftakt. „Solange ich reite, stand Gahlen immer auf dem Programm. Man trifft hier alle und freut sich auf ein nationales Event dieses Niveaus. In der Veranstaltung stecken Herzblut und Sachverstand“, sagt der erfahrene Profi. Besonders schätzt er die Atmosphäre vor Ort: „In Gahlen ist immer ein Kribbeln in der Luft.“ Gleichzeitig lobt er die Arbeit des Veranstalters: „Die Bedingungen sind wirklich sehr gut. Der Boden ist ideal – und das ist entscheidend, wenn man mit seinen besten Pferden an den Start geht.“

Heiner Nachbarschulte hat den Verein und das Turnier über viele Jahre entscheidend geprägt. Heute ist er Ehrenvorsitzender und blickt zurück: „Im Januar 1995 startete die erste Auflage. Seitdem hat sich das Turnier stetig weiterentwickelt, ist gewachsen – und echte Größen des deutschen Springsports standen hier schon auf Starter- und Siegerlisten: Ludger Beerbaum, Marcus Ehning, Christian Ahlmann, Carsten-Otto Nagel.“ Alle haben Medaillen bei Europa- oder Weltmeisterschaften für Deutschland gewonnen – und waren eben auch in Gahlen aktiv.

„Wir haben damals Top-Reiter gefragt, worauf es ankommt – und das umgesetzt“, erzählt Nachbarschulte. Ein Konzept, das sich bewährt hat, denn auch heute noch werden die Reiter gefragt, was sie brauchen, wie Renzel erzählt. „Besonders stolz macht mich die Kontinuität. Das Engagement im Verein ist groß, die Begeisterung ungebrochen. Hervorzuheben ist vor allem, wie viele ehrenamtliche Helfer sich hier einbringen“, erklärt Nachbarschulte weiterhin.

Seit 1995 findet das Turnier jährlich am ersten Januarwochenende des Jahres statt. Nur während der Corona-Epidemie musste das Jahreshighlight des Reitvereins ausfallen.

1995 begann das Gahlener Springturnier mit vier S-Springen. In diesem Jahr sind es sieben – das Turnier wurde wegen des Neujahrstags auf drei Tage verkürzt. Aber eines bliebt: „Gahlen ist ein Turnier zum Wohlfühlen“, betont Markus Renzel.

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