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Kontrollen und Informationen Bürgerpark Maria Lindenhof: Besucher sollen sich auch nachts dort sicher fühlen können

Eine nächtliche Handgreiflichkeit zwischen einer jugendlichen Gruppe und einem jungen Pärchen hat in der vergangenen Woche eine öffentliche Diskussion ausgelöst, wie sicher der Bürgerpark Maria Lindenhof sei und ob die Ordnungsbehörden eingreifen müssen.

Wo viele Menschen gesellig zusammenkommen, kommt es leider auch immer wieder zu Konflikten und Auseinandersetzungen. Das ist nicht anders bei Stadt- oder Schützenfesten. Insofern ist der Bürgerpark Maria Lindenhof nicht grundsätzlich ein „gefährlicher Ort“.

Das gilt insbesondere für die Bereiche und Nutzungszeiten, für die dieser Park vor allem angelegt wurde: Vereinsaktivitäten, Kulturprogramm, Besuch der Gastronomie, Familienausflüge tagsüber, Nutzung der Spielplätze, etc. sind – auch durch eine extrem hohe soziale Kontrolle durch viele Besucher und Nutzer – sehr sicher.

Lediglich das nächtliche Geschehen muss nicht erst seit dem Vorfall in der vergangenen Woche anders bewertet werden und darf auch kein genereller Maßstab für die Beurteilung der Sicherheit im Bürgerpark Maria Lindenhof sein. Hier ist auch zu beachten, dass der geschilderte Vorfall bislang der einzige bekannt gewordene im Bürgerpark war. Andere Vorfälle, die Anlass für die Polizei waren, ein größeres Areal vermehrt zu bestreifen, haben u.a. unterhalb der Mercaden am Kanal stattgefunden.

Gleichwohl ist der Stadt bewusst, dass das nächtliche Geschehen in den Blick genommen werden muss. Dazu hat es nach einigen Vorüberlegungen nun eine Absprache unter Beteiligung von Polizei, Bürgerparkverein, Ordnungsamt, Jugendamt und Gastronomie-Betreiber Schaukelbaum gegeben.

Einigkeit besteht darüber, dass es für die Nutzung des Parks zunächst keinerlei zeitliche Einschränkungen geben soll und dass auch Treffen aller Altersgruppen dort weiterhin möglich bleiben sollen. Dabei müssen aber Regeln eingehalten werden (Lärmvermeidung, keine Beschädigungen, Müll einsammeln und mitnehmen). Schilder und Handzettel dazu sind bereits in Arbeit. Auch die persönliche Ansprache an die Nutzer ist erforderlich und es werden kurzfristig Kontrollen auch in den Abend- und Nachtstunden beginnen. Sollten dabei Verstöße gegen Regeln, Verschmutzungen oder Zerstörungen festgestellt werden, wird die Stadt Bußgeldverfahren einleiten. Alle Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit der Polizei und dem Bürgerparkverein.

Insbesondere in den Nachtstunden, in denen die soziale Kontrolle durch viele Gäste weitgehend entfällt, wird es aber letztlich keine 100-prozentige Sicherheit geben können, nicht doch in einen Konflikt zu geraten. Dies gilt verstärkt natürlich, wenn verschiedene Gruppen aufeinandertreffen und insbesondere wenn Alkohol im Spiel ist. Wer eine Straftat beobachtet oder Hilfe benötigt, sollte in jedem Fall den Polizeiruf 110 anrufen.

Letztlich lassen sich solche (seltenen) Vorfälle leider nicht vollständig „wegkontrollieren“. Eine permanente Überwachung ist in einem freiheitlichen Staat auch weder allgemein gewollt noch personell darstellbar. Sie läge auch nicht im Interesse der Besucher, die sich dort – friedlich und unter Beachtung der Regeln! – in den Abendstunden treffen möchten.

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