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Dorsten Aktuell


26.10.2017
 

Wo Hunde gern die Schulbank drücken

 Schäferhundeverein OG Wulfen bietet Hundesport für alle Rassen

Nicht jeder Schäferhund ist ein „Kommissar Rex“, aber Gelassenheit, Jagd- und Schutztrieb, Wachsamkeit, Gehorsam sowie Mut und Freundlichkeit zeichnen diese Rasse aus. Die Tiere lernen schnell, sie brauchen eine Aufgabe und lieben es, ein „Working Dog“ zu sein. Seit 1976 bietet der Schäferhundeverein Wulfen e.V. daher Hundehaltern ein vielseitiges Ausbildungsangebot für ihre Vierbeiner an. „Wir haben uns als Verein im Laufe der Jahre breiter aufgestellt“, so Ausbildungswartin Susanne Rother, selbst Besitzerin zweier Schäferhunde. „Alle Hunderassen sind willkommen, wir freuen uns über jeden Hund, der arbeiten möchte.“

Ausbildungsangebot
Und so tummeln sich auf dem Übungsplatz an der Gerlicher Heide 16 die unterschiedlichsten Arten, von jung bis alt, von klein bis groß. Ihnen gemeinsam ist, dass sie mit ihren Haltern die Angebote des Vereins nutzen, ob Vielseitigkeitssport (IPO), Rettungshundearbeit oder Agility. „IPO ist die älteste Hundesportart und verlangt den Akteuren einiges ab. Sie basiert auf den drei Elementen Fährtenarbeit, Gehorsam und Schutzdienst“, erklärt Susanne Rother, die seit 25 Jahren im Verein ist und auch die Hundeschule leitet. Von ihrem großen Erfahrungsschatz profitieren Hund und Halter gleichermaßen.

Mit Spaß und Feuereifer
„Als ich dem Verein beitrat bekam ich zu hören, dass mit meinem Hund alles in Ordnung sei. Aber an mir müsse man ein paar Schrauben drehen, “ erinnert sich Ulrich Schneider lachend. Das „Schrauben drehen“ hat sich gelohnt, denn seine Hündin Yara lässt sich beim Rettungshundetraining bereitwillig tragen. Und sich sogar an Dirk Zöllner übergeben, der seine beeindruckende Deutsche Dogge im Anschluss durch einen Tunnel schicken wird. Schäferhund Freddy wird dagegen von seinem Frauchen Susanne Rother motiviert, über eine Schrägwand zu hechten und auf einer wackligen Brücke zu balancieren. Alle Hunde sind mit Spaß und Feuereifer bei der Sache, denn das Training vermittelt ihnen Wissen auf spielerische Art und Weise.

Verantwortung
„Genau so soll es auch sein“, bekräftigt Vereinsvorsitzender Norbert Holtick. „Wir verfolgen das Ziel, dass jeder Halter verantwortungsvoll mit seinem Hund umgeht und ein harmonisches Miteinander besteht. Sportliche Betätigung macht nicht nur Spaß, sondern ist auch für die geistige Ausgeglichenheit und körperliche Gesundheit des Tieres wichtig.“ Norbert Holtick muss es wissen, denn es gab im Verein eine Hundedame, die bis ins hohe Alter trainierte. „Sie war der Johannes Heesters unter unseren Hunden“, schmunzelt er. Normalerweise gehen die Tiere mit acht Jahren „in Rente“.
Von größter Bedeutung ist natürlich auch die konsequente Erziehung. Denn der Hund ist ein Rudeltier, das einen Anführer braucht. „Aber auch hier gilt: Erziehung baut auf Vertrauen auf und gelingt nur über Geduld und positiver Bestärkung“, weiß Norbert Holtick. In Erziehungsfragen wissen die Ausbilder des Vereins ebenfalls Rat und geben ihre Tipps gerne in Kursen oder im individuellen Einzelunterricht weiter.

Prüfungen
Höhepunkte für die 45 Vereinsmitglieder sind natürlich die Prüfungen des Verbandes für das Deutsche Hundewesen, die in jedem Jahr abgelegt werden können. „Zum ersten Mal haben sich in diesem Herbst so viele Teilnehmer angemeldet, dass wir über zwei Tage prüfen“, freut sich Susanne Rother. Zeigt dieses Ergebnis doch auch, dass die umfassende Ausbildung Früchte trägt. Geprüft werden auf dem Vereinsgelände am 11. und 12. November IPO-, Rettungs-, Fährten- und Begleithunde.
„Hundesportfreunde sind herzlich eingeladen, sich bei dieser Gelegenheit ein Bild von unserem Verein zu machen“, bietet Norbert Holtick an. Oder sich ein Training anzuschauen, wie beispielsweise Agility, das am Samstagnachmittag durchgeführt wird. Für weitere Infos lohnt ein Blick auf die Vereinshomepage unter www.ogwulfen.de .